Das Restaurant U Bezuchu
und einige Eindrücke unseres Prag-Aufenthaltes
05.03.2001 Gisbert Sander

Hallo Jana!

Ehrlich gesagt: Wir fanden die Speisekarte, die übrigens auch in deutscher Sprache vorhanden war, ein wenig merkwürdig - aber wahrscheinlich besteht ein Großteil der angebotenen Speisen aus uriger, typischer und ländlicher Kost: deftig.
Wir haben und für Wild entschieden: Hirschsteak und Rehmedaillons. Beides war absolut fantastisch zu einem absolut fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.
(Anmerkung der Redaktion: Das Restaurant U Bezuchu)

Falls es interessiert, hier noch einige Eindrücke unseres Prag-Aufenthaltes: Wo wir noch beim Kulinarischen sind: Das Bier in Prag ist immer noch empfehlenswert, auch wenn U Tomasu mittlerweile wirklich ein Touristen-Mekka ist.

Überhaupt gar nicht mehr schmeckt das Pilsener Urquell: Einheitsgeschmack wie bei jeder Mammut-Brauerei.
Ganz toll war der Kneipen-Tipp oben am Hradschin: Die Knoblauchsuppe ist wirklich fantastisch, und auch sonst waren wir von der Speisekarte sehr überrascht. Wir waren dort bereits vor fünf Jahren, als gerade frisch renoviert war, und vor etwa zehn Jahren, als vor allem die Sanitäranlagen - im wahrsten Sinne des Wortes - dafür sorgten, dass man die Nase rümpfen musste. Was schön ist: Trotz der ganzen Veränderungen hat sich der typische Charakter erhalten, auch wenn Wirt und Bedienung ein wenig muffelig sind.
Aber wenn man sie zu nehmen versteht, kommt man bestens mit ihnen aus. Also weiterhin höchst empfehlenswert.
(Anmerkung der Redaktion: Hospoda U Cerneho vola)

Ein Reinfall war der Tipp mit dem Lokal am Aufgang zum Hradschin (Name weiß ich leider nicht mehr). Wir haben dort zwar nur ein Stück Apfelkuchen gegessen, aber der bestand vor allem aus Gelatine. Da haben wir darauf verzichtet, hier richtig zu essen - zumal das Ambiente nicht sehr typisch ist für Prag. Diese Art Lokale findet man überall auf der Welt, aber Jugendliche gehen da wohl ganz gerne rein.
(Anmerkung der Redaktion: Joe´s Bar?)

- Perfekt ist das System des öffentlichen Nahverkehrs. Und die Touristen-Tickets, die wahlweise für einen Tag über zwei oder drei Tage bis zu einer Woche für Metro, Straßenbahn und Bus angeboten werden, sind absolut empfehlenswert: Auf Kleingeld kann man da getrost verzichten.

- Insgesamt ist Prag heller geworden: Das liegt an der (nach fünf Jahren Abwesenheit) erschreckend stark gestiegenen Zahl von Touristen- und Souvenirläden und deren Leuchtreklamen.

Schöner ist's auf der Seite des Hradschin. Alles in allem lohnte sich der Aufenthalt auf jeden Fall. Und wir werden wieder nach Prag fahren.

Beste Grüße
Gisbert Sander
05.03.2001